Arbeitskreis Naturschutz
Steinbruch Schmithof und seine Biotopstruktur

Biotopstruktur des Steinbruchgeländes:
Das Gelände beinhaltet Gesteinsbiotope, Wälder, Heide und Trockenrasen, der sich auf die beiden Sohlenbereichen des Steinbruchs konzentriert. Auf beiden Flächen der Steinbruchsohlen befinden sich sehr artenreiche Pionierstadien des Trockenrasens. Um diese Artenvielfalt und die Voraussetzungen dafür zu erhalten, müssen Gebüsche, Gesträuche und Baumbewuchs im Sohlenbereich zurückgestuft werden, um Humusbildung zu vermeiden und so die spezifische Bodenstruktur, die für den Erhalt des selten gewordenen Trockenrasens enorm wichtig ist, zu bewahren. Bei dem Bewuchs, der entfernt werden soll, handelt es sich um keinerlei seltene oder geschützte Pflanzen, so daß hier im Rahmen des Naturschutzes kein Konflikt entsteht. Weitere Probleme ergeben sich aus der Nutzung des Steinbruchs als Müllabladeplatz und Treffpunkt für Feten und Camper im Sommer. Dadurch geraten schädliche Abfälle in den - eigentlich - geschützten Bereich, im besonderen auch im Bereich der Wiesenlandschaft aufgrund von Abfallablagerungen durch Landwirte. Die Feuer und später die ausgebrannten Feuerplätze stellen eine Gefahr und Beschädigung der Biotopstruktur des Steinbruchs dar. Die geplante Erhaltung der spezifischen Bodenstruktur ist also in jeglicher Hinsicht sinnvoll, weil dadurch die Artenvielfalt, speziell die des Trockenrasens, unterstützt, den oben genannten äußeren Belastungen entgegengewirkt und somit die Natur geschützt wird.

Lage des Steinbruchs:
Auf dem Flächennutzungsplan der Stadt Aachen ist der Schmithofer Steinbruch eindeutig Teil bzw. Inhalt eines Wasser
- und Naturschutzgebiets. Das ihn umgebende Waldstück ist als forstwirtschaftliche Fläche, der Steinbruch selber als landwirtschaftliche Fläche ausgeschrieben. Auf dem Landschaftsplan der Stadt Aachen ist das Gebiet in und um den Steinbruch als Naturschutzgebiet (N8) und zusätzlich als Geologisches Naturdenkmal (GND 7) ausgewiesen. Die Größe des Naturschutzgebietes beträgt nach Angaben des Landschaftsplans 4,7 ha.

Arbeiten bei BUNDaktiv:
• Entfernung des Mülls
• schonendes Abgraben oder Bedecken der Feuerstellen
Entfernung des ungewünschten Bewuchses.

An Werkzeug wird benötigt: Äxte, Sägen, Astscheren, Schaufeln, Müllbeutel, Arbeitshandschuhe und -Kleidung, feste Schuhe.

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